Häufig gestellte Fragen
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Unternehmerisches Sparring
Ist meine Geschäftsidee wirklich ein skalierbares Geschäftsmodell oder nur ein gutes Produkt?
Ein skalierbares Geschäftsmodell funktioniert unabhängig von der persönlichen Arbeitszeit des Gründers, lässt sich reproduzierbar verkaufen und wächst schneller als die Kostenstruktur. Ein gutes Produkt allein reicht dafür nicht aus.
Welches konkrete Problem löse ich für welchen Kunden und warum sollte er dafür zahlen?
Ein Unternehmen entsteht erst dort, wo ein klar definiertes Problem regelmäßig auftritt und der Kunde bereit ist, dafür Geld auszugeben. Je konkreter das Problem, Zielgruppe und Nutzen formuliert sind, desto tragfähiger ist das Modell.
Was sind die zentralen Annahmen meines Modells und welche davon sind kritisch?
Jedes Geschäftsmodell basiert auf Annahmen zu Markt, Preis, Nachfrage, Vertrieb und Kosten. Kritisch sind jene Annahmen, die noch nicht durch echte Marktdaten oder Kundenfeedback validiert wurden.
Wo verliere ich aktuell Zeit, Geld oder Fokus und warum?
Häufige Ursachen sind zu viele parallele Aktivitäten, unklare Prioritäten oder fehlende Trennung zwischen operativen Aufgaben und strategischer Arbeit. Sparring schafft Klarheit, was wirklich relevant ist.
Welche Entscheidungen sollte ich jetzt treffen und welche bewusst vertagen?
Entscheidungen mit hohem Einfluss und geringer Reversibilität sollten früh getroffen werden. Alles, was später korrigierbar ist oder noch keine belastbare Grundlage hat, kann bewusst verschoben werden.
Bin ich mit meiner aktuellen Strategie auf Wachstum oder nur auf Überleben ausgerichtet?
Überleben sichert Liquidität, Wachstum erfordert Struktur, Fokus und Investitionen. Viele Unternehmen glauben zu wachsen, optimieren aber nur kurzfristige Einnahmen ohne Skalierungsperspektive.
Welche Rolle nehme ich als Gründer ein – und welche sollte ich abgeben?
In frühen Phasen ist der Gründer oft Allrounder. Mit Wachstum wird klar, welche Aufgaben delegiert oder professionalisiert werden müssen, um das Unternehmen nicht zu begrenzen.
Welche Risiken blende ich möglicherweise aus?
Typisch sind Marktgröße, Vertriebskomplexität, Kapitalbedarf, persönliche Belastung und Abhängigkeiten von Einzelkunden oder Personen. Sparring macht diese Risiken sichtbar und handhabbar.
Arbeite ich am Unternehmen oder überwiegend im Unternehmen?
Viele Gründer sind operativ stark eingebunden und verlieren den Blick für Strategie, Struktur und Zukunft. Sparring hilft, bewusst Zeit für unternehmerische Arbeit zu schaffen.
Ist mein Geschäftsmodell abhängig von mir als Person?
Wenn Umsatz, Kunden oder Entscheidungen stark an die Person des Gründers gebunden sind, ist das Modell schwer skalierbar und riskant – insbesondere für Investoren.
Habe ich eine klare Prioritätenlogik?
Ohne klare Prioritäten wird viel gearbeitet, aber wenig bewegt. Sparring schafft Fokus auf die wenigen Hebel mit der größten Wirkung.
Welche Aufgaben sollte ich nicht mehr selbst erledigen?
Gründer halten oft zu lange an operativen Aufgaben fest. Entscheidend ist, welche Tätigkeiten delegiert oder automatisiert werden müssen, um Wachstum zu ermöglichen.
Wie belastbar ist meine Preis- und Erlöslogik?
Viele Preise sind historisch gewachsen oder emotional begründet. Sparring prüft, ob Preise marktfähig, skalierbar und strategisch sinnvoll sind.
Habe ich ein klares Zielbild für die nächsten 12–24 Monate?
Ohne Zielbild fehlt Orientierung für Entscheidungen, Team und Kapitalbedarf. Sparring übersetzt Vision in konkrete Etappen.
Welche Entscheidungen treffe ich aus Angst statt aus Strategie?
Zeitdruck, Liquidität oder persönliche Unsicherheit beeinflussen Entscheidungen stärker als angenommen. Diese Muster bewusst zu machen, ist zentraler Bestandteil des Sparrings.
Was würde ein externer Unternehmer heute anders machen?
Der Blick von außen deckt blinde Flecken auf – ohne operative Betriebsblindheit oder emotionale Bindung.
Investor Readiness
Bin ich aus Investorensicht investierbar?
Investierbar ist ein Unternehmen dann, wenn Marktpotenzial, Team, Geschäftsmodell und Wachstumsperspektive in einem plausiblen Verhältnis stehen – nicht, wenn alles perfekt ist.
Ist meine Story konsistent mit Zahlen, Markt und Strategie?
Investoren prüfen, ob Erzählung, Planung und Realität zusammenpassen. Brüche zwischen Vision, Marktgröße und Finanzzahlen sind eines der häufigsten Ausschlusskriterien.
Welche Kennzahlen sind für mein Geschäftsmodell wirklich relevant?
Nicht jede Kennzahl ist für jedes Modell sinnvoll. Entscheidend sind jene KPIs, die Wachstum, Wirtschaftlichkeit und Skalierung abbilden – nicht kosmetische Zahlen.
Wie erkläre ich mein Unternehmen in wenigen Minuten?
Eine gute Erklärung fokussiert auf Problem, Lösung, Markt, Geschäftsmodell und nächsten Entwicklungsschritt – ohne technische Details oder Fachjargon.
Welche kritischen Fragen werden Investoren stellen?
Fragen zu Marktgröße, Wettbewerb, Preislogik, Vertrieb, Kapitalbedarf, Exit-Perspektive und Gründerrolle sind Standard. Vorbereitung bedeutet, diese Fragen ehrlich beantworten zu können.
Wie realistisch ist meine Finanzplanung?
Planungen sind keine Prognosen, sondern Entscheidungsgrundlagen. Investoren erwarten nachvollziehbare Annahmen, Szenarien und ein Verständnis für Risiken.
Welche Meilensteine muss ich mit dem Kapital erreichen?
Kapital soll einen klaren Wertzuwachs erzeugen – z. B. Markteintritt, Produktreife, Umsatznachweis oder Skalierung. Ohne diese Logik ist eine Finanzierung schwer vermittelbar.
Welche Bewertung ist sinnvoll?
Eine Bewertung muss zum Entwicklungsstand, Kapitalbedarf und Markt passen. Zu hohe Bewertungen erschweren Folgerunden, zu niedrige schwächen den Gründer langfristig.
Ist mein Markt aus Investorensicht groß genug?
Investoren denken in Renditen. Auch ein gut laufendes Unternehmen kann aus ihrer Sicht unattraktiv sein, wenn das Marktpotenzial zu begrenzt ist.
Verstehen Investoren mein Geschäftsmodell ohne Erklärung?
Wenn ein Modell zu erklärungsbedürftig ist, steigt das Risiko. Investor Readiness bedeutet auch Vereinfachung und Klarheit.
Wie differenziere ich mich wirklich vom Wettbewerb?
„Besser“ oder „innovativer“ reicht nicht. Investoren erwarten klare, nachhaltige Differenzierungsmerkmale.
Welche Teile meiner Planung sind Annahmen – und welche Fakten?
Investoren akzeptieren Annahmen, aber nur, wenn sie klar benannt und logisch hergeleitet sind.
Wie abhängig bin ich von einzelnen Kunden, Partnern oder Technologien?
Abhängigkeiten erhöhen das Risiko. Investor Readiness macht diese transparent und bewertet ihre Auswirkungen.
Wie überzeugend ist mein Team aus Investorensicht?
Nicht nur Fachkompetenz zählt, sondern Ergänzung, Entscheidungsfähigkeit und Umsetzungsstärke.
Wie erkläre ich Risiken, ohne Vertrauen zu verlieren?
Risiken offen anzusprechen schafft Glaubwürdigkeit – wenn gleichzeitig gezeigt wird, wie damit umgegangen wird.
Bin ich mental auf kritische Gespräche vorbereitet?
Investorengespräche sind kein Pitch, sondern Stress- und Plausibilitätstests. Vorbereitung heißt auch mentale Stabilität.
Fundraising
Wie viel Kapital brauche ich wirklich?
So viel, dass der nächste wesentliche Entwicklungsschritt sicher erreicht wird – inklusive Puffer. Unterfinanzierung ist eines der größten Risiken.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für Fundraising?
Nicht erst bei leerem Konto. Idealerweise dann, wenn Fortschritte sichtbar sind und noch Handlungsspielraum besteht.
Welche Investoren passen zu mir?
Passend sind Investoren, die Phase, Branche und Risiko verstehen – und mit denen auch die persönliche Zusammenarbeit tragfähig ist.
Wie organisiere ich den Fundraising-Prozess?
Strukturiert, mit klarer Pipeline, definierten Gesprächsphasen und sauber vorbereiteten Unterlagen – ohne den operativen Betrieb zu vernachlässigen.
Wie gehe ich mit Absagen um?
Absagen sind normal. Entscheidend ist, Feedback zu analysieren und zwischen individuellem Geschmack und strukturellen Schwächen zu unterscheiden.
Wie viel Verhandlungsspielraum habe ich?
Abhängig von Nachfrage, Alternativen, Kapitalbedarf und Zeitdruck. Fundraising ist immer ein Spannungsfeld zwischen Wunsch und Realität.
Wann sollte ich einen Deal ablehnen?
Wenn Bedingungen die Handlungsfähigkeit einschränken, Fehlanreize setzen oder langfristig mehr schaden als nutzen.
Was passiert nach dem Closing?
Nach dem Closing beginnt die eigentliche Arbeit: Reporting, Kommunikation, Erwartungsmanagement und operative Umsetzung der Finanzierungsziele.
Wie viel Zeit darf Fundraising realistisch beanspruchen?
Fundraising ist zeitintensiv. Ohne klare Struktur leidet das operative Geschäft – mit negativen Folgen für die Finanzierung selbst.
Wie gehe ich mit langen Entscheidungsprozessen um?
Investoren entscheiden selten schnell. Erwartungsmanagement und Pipeline-Denken sind entscheidend, um handlungsfähig zu bleiben.
Welche Unterlagen werden im Prozess wirklich genutzt?
Nicht alles, was erstellt wird, wird gelesen. Wichtig sind Klarheit, Konsistenz und schnelle Nachvollziehbarkeit.
Wie erkenne ich ernsthaftes Interesse?
Follow-up-Fragen, Datenanfragen und Verbindlichkeit sind stärkere Signale als Lob oder Begeisterung.
Wie gehe ich mit parallelen Investorenprozessen um?
Mehrere Gespräche erhöhen die Wahrscheinlichkeit – erfordern aber Disziplin, Struktur und sauberes Timing.
Welche Fehler sollte ich im Fundraising unbedingt vermeiden?
Unvorbereitete Gespräche, unrealistische Erwartungen, Intransparenz und Zeitdruck zählen zu den häufigsten Fehlern.
Wie halte ich die Verhandlungsposition stabil?
Alternativen, Vorbereitung und Klarheit über Mindestbedingungen sind entscheidend für eine stabile Position.
Was passiert, wenn die Runde nicht zustande kommt?
Auch gescheiterte Runden liefern Erkenntnisse. Entscheidend ist, daraus strategische Anpassungen abzuleiten und handlungsfähig zu bleiben.